Persönliches


Harald Ehret

 

Firma:
Modellbahn-Service Ehret

 

Gewerbeanmeldung:
01.04.1994

Firmenstand:
Nebengewerbliche Tätigkeit

 

  • Betreuung von Kunden mit digitalen Modellbahnen nach der Schließung eines ortsansässigen Spielwarenhändlers.
  • Vertrieb der Steuerung "MES Computer-Control" von Heinrich O. Maile für das Digitalsystem Selectrix und rautenhaus digital.
  • Umrüstung von Lokomotiven auf digitalen Betrieb inklusive Vertrieb von bestellten Lokomotiven.
  • Unterstützung bei der Planung von Anlagen für die Steuerung mit dem PC.
  • Beratung für rautenhaus digital

 

 

 

Persönliches:
Seit mehr als 4 Jahrzehnten bin ich dem Hobby Modellbahn verschrieben. Begonnen hat es mit einem Oval und einer V200 von Märklin. Und wuchs im Lauf der Jahre zu einer räumlich begrenzten Spielanlage heran. Aus Platzgründen wurde nach Start der Spur N zaghaft mit einem kleinen Kreis begonnen. Hier war das bevorzugte Schienenmaterial von Minitrix. Alle möglichen Varianten von Anlagen wurden geplant, gebaut, umgebaut, ergänzt und damit gespielt. Immer stand die Technik und das machbare im Vordergrund. Selten gab es eine passende Landschaft. Mein Ziel war es, dass die Züge automatisch fahren und ich den Betrieb mit den Augen genießen kann. So wurden alle möglichen Varianten der Technik versucht. Zuerst mit Schaltgleisen und Relais. Dann mit Reed-Kontakten und Relais. Lauer Blocksteuerung und Schattenbahnhofsteuerung. Alle verfügbaren Roco-Komponenten. Viele Jahre zogen ins Land. Funktioniert hat alles, doch nichts entsprach meinen Vorstellungen, welche ich mit 16 Jahren in den Sinn bekam.

Im Lauf der Jahre wurde eine Familie gegründet und Kinder vergrößerten diese Familie. Einer der Söhne entwickelte ebenfalls Interesse an der Modellbahn und ich entsann mich, dass es doch noch eine verpackte Märklin-Bahn gab. Diese wurde wieder aktiviert, da dieses Material besser in die Hände eines vierjährigen Buben passte als Spur N. Es war auch die Zeit, in welcher das digitale Zeitalter begann. Mein Interesse war geweckt, wollte ich doch zusammen mit meinem Sohn spielen. Nach und nach wurden die ersten Komponenten erstanden und Loks umgerüstet. Es war toll. Auf einem Gleis konnten zwei Loks unabhängig voneinander fahren. Meine Begeisterung wuchs täglich. Zu dieser Zeit hielt auch der erste PC Einzug in Privatleben. Sehr bald erkannte ich, dass es eine Schnittstelle zwischen dem PC und der Bahn gab. Das weckte mein Interesse für mehr. Ich begann alle Informationen zusammen zu tragen und erstand für 20,00 DM eine Software in Basic. Der Virus war gelegt und brach aus. Langsam arbeitete ich mich in Basic ein. Es war toll zu sehen wie die Züge vom PC gesteuert hin und her gefahren sind. Immer mehr Befehle von Basic wurden erlernt und das Programm erweitert. Nein, ich kann bis heute nicht programmieren, doch für die Erweiterung der gekauften Programmversion reichte es aus. Und so entstand im Laufe der Jahre eine etwas größere Märklin-Bahn. Parallel wuchsen auch die Ansprüche. Was mir unterschwellig nicht gefiel waren die schlechten Laufeigenschaften der Modelle von Märklin. Dies wurde mir erst richtig bewusst, als ich ein Modell von Roco erstand und es auf das digitale System für Märklin umgerüstet war. Auf einmal konnte ich alle 14 Fahrstufen des Motorola-System nutzen. Und diese Lok hat sich doch tatsächlich bei Fahrstufe 1 bewegt und ist dann nicht bei Fahrstufe 14 aus der Kurve gekippt. Ich war begeistert. Hierauf gab es unzählige Telefonate mit dem Digitalexperten von Märklin. Das Problem war nur, dass ich mit den Aussagen im realen Fahrbetrieb zu keinem befriedigenden Ergebnis kam. Waren die Loks kalt, so setzten sie sich erst mit Fahrstufe 3 bis 5 in Bewegung, waren Sie warm, kippten sie bereits in Fahrstufe 9 aus den Kurven.
Ende der 80iger Jahre bekam ich dann wieder Kontakt zum Bruder eines Schulfreundes, welcher ebenfalls Modellbahner war und jetzt das elterliche Fachgeschäft mit Modellbahnabteilung führte. Unser Kontakt wurde häufiger und unsere Gespräche intensiver.

Wir hatten auch einen gravierenden Streitpunkt: digitale Systeme.
Ich war überzeugter Betreiber und Fahrer des Märklin-Systems.
Er war überzeugter Vertreter des Systems von Selectrix.
Oft genug konterte ich Ihn mit der Aussage aus, dass die großen Decoder von Märklin das Wahre sind und was er denn mit seinen kleinen Selectrix-Decodern möchte.

Und so kam das Jahr 1990 oder 1991. Er veranstaltete eine Modellbahnausstellung und ich half ihm dabei. Die Firmen Märklin, Trix, Roco und einige Zubehörhersteller stellten Anlagen und Ausstellungsdioramen zur Verfügung. Firma Märklin baute eine Anlage auf, Firma Trix stellte eine große N-Anlage mit Personal zur Verfügung und Roco sandte Module, welche von uns zusammengebaut und in Betrieb genommen wurden.
Am ersten Tag der Ausstellung betreute man die Anlagen bis die Kniffe gelernt waren um einen fahrsicheren Betrieb zu haben. Man unterhielt sich mit dem Kollegen von Trix und fachsimpelte über den Tag hinweg. Ich erfuhr, dass ein Kreis der Trix-Vorführanlage mit Selectrix ausgestattet war. Gegen Ende des ersten Ausstellungstages war es dann so, dass auf dem Selectrix betriebenen Kreis zwei Lokomotiven gesteuert wurden. Eine von meinem Sohn und eine von meinem Bruder. Dies auch am zweiten und dritten Ausstellungstag. Kritisch beäugte ich dies über die Tage hinweg. Und die Funktionalität, welche ich sah, versuchte ich an der Märklin-Anlage. Es lagen Welten dazwischen. Mit Märklin gab es kein langsames anfahren, keine langsame Fahrt in Fahrstufe 1, keine Lastregelung. Mein Staunen wurde größer, auch meine Zweifel.

Zu Beginn des darauf folgenden Jahres verschaffte mir mein Modellbahn-Freund den Kontakt zu Herr Maile. An einem Samstagnachmittag besuchten wir ihn. Sein Modellbahnkeller war voll von Eisenbahn in Spur N, betrieben mit dem System Selectrix und gesteuert mit einer eigen geschriebenen Software. An diesem Nachmittag war ich sehr still und verfolgte aufmerksam den Fahrbetrieb. In der Regel waren 10 Zugeinheiten auf der Anlage unterwegs, gesteuert von einem PC. Ich war fasziniert und nur die Tatsache, dass ich am Abend einen Termin hatte beendeten diesen Nachmittag nach 4 Stunden. Am erstaunlichsten für mich war, dass es lediglich zwei Störung in dieser Zeit gab. Und dies beruhten darin, dass ein aus dem Abstellbereich rangierender IC mit einer BR 103 jeweils auf derselben DKW stromlos stehen blieb. Die restliche Anlage dabei, ohne sich beeinflussen zu lassen, weiter lief. Nachdem die Lok etwas geschoben wurde und im Programm neu gestartet ging es weiter. So etwas an Funktionalität hatte ich bis dahin noch nicht gesehen. Und ein Augenschmaus war es, dass die Zugeinheiten mit vorbildorientierten Geschwindigkeiten über die Anlage fuhren.

Am nächsten Tag nahm ich zuhause meine Märklin-Bahn in Betrieb und nach nicht einmal fünf Minuten entgleiste ein Zug. Dies bedeutete, dass alle Züge wieder in Grundstellung gebracht werden mussten um erneut mit meiner Software starten zu können, Zeitaufwand 10-15 Minuten. Nach der Demonstration des Vortages löste dies eine riesige Frustration aus und führte zu einer einschneidenden Entscheidung. Ich nahm einen großen Seidenschneider zu Hand und zertrennte den größten Kabelstrang den ich sah. Das Ende der Ära Märklin-Motorola war eingeläutet. Schweigsam begann ich die Modelle von der Anlage zu nehmen und zu verpacken. Dieses Verhalten registrierte im Laufe des Tages meine Frau und fragte mich, ob ich krank sei und welche Bedeutung dies hat. Sie hegte die Hoffnung, dass ein Zimmer frei wird und von ihr belegt werden kann. Ich konnte sie beruhigen und erklärte, dass ich die HO-Anlage abbauen werde und mein zahlreich eingemottetes N-Material wieder aktivieren werde.

Und so geschah es auch. Planungen begannen, wurden verworfen und eines Tages begann der Bau der N-Anlage. Zuerst schreckten mich die Kosten, doch nachdenken brachten mich zu der Überzeugung, dass nicht alle Lokomotiven umgerüstet werden müssen und ich nicht in einem Jahr fertig sein muss. Und so entstand der erste Schattenbahnhof mit sechs Gleisen, ein Zufahrtsgleis und ein Ausfahrgleis. Nachdem alle Gleise und Weichen digital angeschlossen waren,  die ersten drei Lokomotiven mit Selectrix-Lokdecodern versehen, begann für mich ein neues Zeitalter, eine neue Epoche. Ich war fasziniert, wie man Freude haben kann, wenn drei Lokomotiven lediglich per Fahrplan hin und her pendelten und sich dabei ein abwechslungsreicher Fahrbetrieb einstellt.
Im Laufe der Monate und Jahre wurde weiter gebaut, bausteinweise die Anlage weiter digitalisiert und es kam der Zeitpunkt, da konnte ich einen kompletten Anlagenkreis per PC-Steuerung fahren. Ich hatte nun das Gefühl: meine Vorstellung als Jugendlicher waren komplett erfüllt. Längst hatte ich die Vorzüge des SX-Datenbus und der feinen Regelbarkeit von Selectrix erkannt und verinnerlicht.

Im Jahre 1995/96 ergab es sich, dass sich bei mir Herr Walter Radtke als Interessent für die Modellbahn-Steuerung "MES Computer-Control" meldete. Wir vereinbarten einen Termin, besprachen die Sache stundenlang an meiner N-Anlage und schlossen es mit einem Auftrag ab. Wochen später begab ich mich an den Niederrhein um seine Anlage in Betrieb zu nehmen. Beide wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, welche Auswirkungen es für uns hatte. Auf der einen Seite entwickelte sich eine wunderbare Freundschaft und auf der anderen Seite führte es bedingt dazu, dass Walter Radtke mit meinem Virus infiziert wurde, wir unzählige stundenlange Telefonate führten und es daraus zu rautenhaus digital führte, so wie es heute auf dem Markt etabliert ist. Er hat meine Gedanken weiter geführt als ich es je geträumt habe. Und er hat es mit seiner Art und seinen Gedanken dazu gebracht, dass das fachliche und geniale Wissen und die Kompetenz von Herr Rautenhaus heute ein etabliertes und innovatives Digitalsystem, mit steigendem Kundenstamm, als rautenhaus digital am Markt ist.

Auch jetzt, im Jahre 2013, erachte ich in Bezug auf Datenbussicherheit den SX-Bus als den effektivsten und betriebssichersten für den Modellbahnbereich. Zwischenzeitlich ist der SX-Bus auch auf Anlagen von Kunden im System Märklin-Motorola oder DCC im Einsatz. Für das Schalten und Melden wird ein eigener Datenbus mit den SX-Bausteinen aufgebaut und überwacht. Fahrtechnisch wird das bereits vorhandene digitale System weiter verwendet.

Nein, in den Gesprächen die ich auf den Messen oder an meiner Anlage mit Interessenten führe geht es mir nicht darum jemanden zu überzeugen. Ich informiere über meine Erfahrungen, meine Kenntnisse und versuche zu unterstützen mit dem Wissen was ich habe. Und weiß ich einmal etwas nicht, so sage ich auch dies. Ich habe keine Professur in digitalen Systemen, bin lediglich begeisterter und spielender Modellbahner, welcher sein Hobby auch mal nicht so ernst nimmt. Entscheiden muss letztendlich jeder Modellbahner für sich selbst, welche Funktionalität er haben möchte. Natürlich freue ich mich auch, wenn ich einen neuen Kunde gewinne.

Bedingt durch einen Umzug im Jahr 2004 wurde die N-Anlage abgebaut. Auf Wunsch meiner Frau (und eigenem Interesse) wurde an einer Modellbahn in der Spurweite HOm nach Rhätischem Vorbild gebaut. Auch hier liegt die Grundstruktur darin, dass es eine Modellbahn mit Betrieb sein soll, sich am Vorbild orientiert ohne das Bedürfnis etwas exakt eins zu eins nachbauen zu wollen.

 

Bedingt durch eine bauliche Reparaturmaßnahme an der Wand musste ein wesentlicher Teil der H0m-Anlage abgebaut werden. Und so kam es, dass die gesamte Anlage zurück gebaut worden ist. Planungen für einen H0m-Neubau waren in Arbeit, wurden jedoch von der Spur 0 "überrollt". Der Maßstab 1:45 hat etwas faszinierendes, zieht einen in seinen Bann. Bedenken, dass der Raum zu klein ist für diese Spur wurden zügig ausgeräumt. Nein, ein Vorbildbahner werde ich nie werden. Im Vordergrund wird, wie in den vergangenen 30 Jahren, immer der automatische Zugbetrieb stehen. Das Zusehen wie sich die Modelle bewegen und einfach dabei abschalten und entspannen. Landschaft? Ja so etwas ist schön, wenn man das Auge hat es umzusetzen. Doch dies ist mir auch nach über 40 Jahren nie überzeugend gelungen.

Ich betreibe den Modellbahnservice Ehret als Nebengewerbe, und so soll es auch in Zukunft sein. Bei Interesse für unsere Produkte berate ich Sie gerne auf den Messen am Stand von rautenhaus digital, zeitweise am Stand von Firma Bemo (wenn Modellanlage mit MES-Steuerung eingesetzt wird) oder begrüße Sie bei mir nach terminlicher Absprache. Dies kann wochentags ab ca. 19 Uhr erfolgen oder am Wochenende.

Ich freue mich auf Sie!

Hier surfe ich

Info

April 2015:

Planskizze Festanlage

Erste Schritte ergänzt
Februar 2015

Gleisplanskizzen

16.02.2015

Spur 0 - Erste Schritte

16.02.2015

Spur 0 - Regelspur

31.01.2015

Letzte Ansichten vor dem Rückbau

17.10.2014

Ergänzung

11.10.2014

07.05.2014
Kalibrierung zur MES

22.02.2014

verschieden Lokbilder eingestellt

23.12.2013

Rautenhaus Servo Antriebe.

 

 

 

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