Modelljahr 2013

Bautechnisch erfolgte an der Anlage kein nennenswerter Weiterbau. Verschiedene Weichen wurden überprüft und nachträglich die Herzstücke polarisiert. Damit wurde das Fahrverhalten der zweiachsigen Triebfahrzeuge wesentlich verbessert.

Am Anlagenteil "Surava" wurde die abgegossene Felswand eingebunden, etwas Styrodur in Form gebracht und eingepasst. Mit Füllspachtel und Gipsbinden Geländeteile verbunden.

Das Modelljahr vieler neuer Erfahrungen:

Frühjahr / Sommer:

Bisher wurde ausschließlich das SX-Format auf der Schiene verwendet. Bedingt durch die Steuerungssoftware MES, welches ein Echtzeitprogramm ist und lastgeregelte Lokdecoder erfordert. Diese Voraussetzung erfüllte 1985 ausschließlich Selectrix. Damit waren die Grundfunktionalität und das Digitale Basissystem festgelegt. Und die persönliche Erkenntnis mit dem SX-Bus einen sehr zuverlässigen Datenbus zu haben.

Mit dem Einsatz von RMX ist nun auch das DCC-Format auf der Schiene verwendbar und gleichzeitig den schnellen und sicheren SX-Datenbus beibehalten zu können.. Aus der MES kommen nach wie vor SX-Informationen, welche im Translater der RMX-PC-Zentrale der gespeicherten Lok zugewiesen werden und nun das dort hinterlegte Datenformat auf die Schiene gesendet wird.

 

Mein Grundwissen und die Erfahrung beziehen sich seit 1989/1990 auf das SX-Protokoll. Um eine Lok zu programmieren, einzurichten und zu kalibrieren sind im Normalfall 4 Parameter zu programmieren:

• Lokadresse

• Höchstgeschwindigkeit

• Anfahr- und Bremsverzögerung

• Impulsbreite des Motors

Dies ist in kurzer Zeit, maximal eine Stunde, erfolgt. Bei widerspenstigen Loks auch mal mehr, zwei bis drei Stunden. Als DCC-Unerfahrener steht man nun plötzlich einer Vielzahl von Informationen und CV's gegenüber und staunt. Liest man es, so wird es als SX-Vertrautem noch viel komplexer und unverständlicher. Doch die Möglichkeit auf der gleichen Adresse auch 16-Zusatzfunktionen ansprechen zu können hatten gegenüber dem SX1-Format etwas für sich (ist im SX2-Format bis F12 möglich).

Für eine Messe musste ein ABe 8/12 Allegra vorbereitet werden. Eingebaut: ein DCC-Lok Decoder mit Sound, welcher funktionsfähig sein musste, ergänzend auch die vorhandene Innenbeleuchtung. Damit war das SX1-Format aus dem Rennen und ich verpflichtet DCC zur Anwendung zu bringen. So begann eine Odyssee durch die CV's und deren Programmierung. Ein DCC-Anwender wird hier schmunzeln, doch versetzen diese Zeilen nicht an den eigenen Start zurück?

Die Lokadresse war schnell programmiert und konnte angesprochen werden. Doch, musste ich erst erkennen, dass der Zug sehr zeitversetzt anfährt. Dies ist steuerungstechnisch für die MES kontraproduktiv, da für das Echtzeitprogramm jeder Befehl umgehend auszuführen ist. Der Zug wird im nächsten Gleis erwartet. Kommt dieser nicht zur errechneten Zeit an wird er als "verloren" gemeldet. Die Suche nach dem hierfür zuständigen CV begann. Und noch nach vielen weiteren CV's.

Lange Rede kurzer Sinn: Nach 8 verbrachten Abenden war der Zug soweit, dass er im Programm mitfahren konnte. Allerdings mit Toleranzwerten, welche mir die Nackenhaare sträubten. Da die Zeit drängte musste es gehen.

Was ich nicht erfolgreich abschließen konnte, die Funktionszuordnung (function mapping). Es sollte über F1 der Sound und die Innenbeleuchtung angehen. Meine hilfesuchenden Fragen erbrachten keine lösenden Antworten.

 

Sommer / Herbst

Das Ergebnis der Allegra-Kalibrierung befriedigte nicht, es beschäftigte mich. Hatte zur Folge, dass die Bedienungsanleitung immer wieder gelesen wurde. Doch so manches ist unverstanden.

Lesen ist Theorie und konnte nicht angewandt werden. Zur weiteren Umsetzung und Anwendung wurden ein Modell mit DCC-Decoder und ein Modell mit DCC-Sounddecoder dem Bestand zugeführt. Ausführliche Praxistests begannen.

Das Hauptproblem besteht darin, die Lokomotiven in vorhandene Motorkurven einzubinden, da nicht für jede Lokomotive eine eigene Motorkurve erstellt werden kann. Damit begann die Variationsvielfalt der CV's. Hierzu wurden verwendet:

• CV 2: Anfahrspannung

• CV 3: Beschleunigungszeit

• CV 4: Bremszeit

• CV 5: Höchstgeschwindigkeit

• CV 6: Mittengeschwindigkeit

All diese CV's wurden in ungezählten Messfahrten zueinander ins Verhältnis gesetzt und in anschließenden Fahrtests auf der Anlage geprüft. Die erreichten Ergebnisse waren sehr ernüchternd. Warum passen ermittelte Werte in der Praxis nicht???

Es muss an der linearen Beschleunigung, unterbrochen durch die Mittengeschwindigkeit, liegen.

Damit begann die nächste Versuchsreihe. Gemäß der Decoderanleitung kann man eine eigene Geschwindigkeitskennlinie erstellen. Hierzu werden die CV's 67 - 94 verwendet.

Zuerst wurde die Höchstgeschwindigkeit der Lokomotive ermittelt. Hiernach dieser Wert dem Parametern der Fahrstufe 28 zugewiesen und dann im Verhältnis bis zur Fahrstufe 1 zurück gerechnet. Die daraus erhaltenen Ergebniswerte jeweils einzeln in die CV's 67 - 94 programmiert.

Nachfolgende Kalibrierfahrten brachten zu der Motorkurve passende Werte.

Diese erhaltenen Faktoren wurden in die Lokdatenbank der MES übernommen. Anschließende Testfahrten auf der Anlage waren wesentlich besser als zuvor. Der eingeschlagene Weg war viel versprechend.

Info

April 2015:

Planskizze Festanlage

Erste Schritte ergänzt
Februar 2015

Gleisplanskizzen

16.02.2015

Spur 0 - Erste Schritte

16.02.2015

Spur 0 - Regelspur

31.01.2015

Letzte Ansichten vor dem Rückbau

17.10.2014

Ergänzung

11.10.2014

07.05.2014
Kalibrierung zur MES

22.02.2014

verschieden Lokbilder eingestellt

23.12.2013

Rautenhaus Servo Antriebe.

 

 

 

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